Nützliche
Informationen für Ihre Toscana-Reise von A - Z
Was Sie über Ihr Urlaubsland wissen
sollten.
Angeln
Für Flüsse und Bäche braucht man eine
Genehmigung. Im Meer darf jeder sein Glück versuchen.
Bahnfahren
Fahrkarten, die in Italien gekauft werden, müssen vor dem Einsteigen entwertet werden. Sonst ist eine Strafgebühr fällig.
Die dafür vorgesehenen gelben Apparate sind am Bahnsteig-Zugang angebracht.
Fahrkarten sind billiger als in Deutschland.
Ärztliche
Hilfe/Apotheken
Bei Ihrer Gebietskrankenkasse erhalten Sie den
Auslandskrankenschein (Formular E 111) Dieser ist, bevor Sie eine
ärztliche Leistung in Anspruch nehmen, bei der regionalen Gebietskrankenkasse
in Italien (USL - Unità Sanitaria Locale) gegen einen landesüblichen
Schein einzutauschen. Ansonsten müssen Sie Behandlungs- und Medikamentenkosten
bar bezahlen. Wir empfehlen Ihnen daher den Abschluss einer Reiseversicherung,
die diese Kosten ersetzt. Sucht man den Erste-Hilfe-Dienst auf (Pronto
Soccorso), ist die Akutbehandlung kostenlos.
In den Apotheken (Farmacia) ist angezeigt,
welche Apotheke außerhalb der normalen Geschäftszeiten Bereitschaftsdienst hat.
Ein blinkendes Schild über dem Eingang einer Apotheke bedeutet, dass diese im
Moment dienstbereit ist.
Übrigens: im Jahre 1602 wurde das Thermometer von Santorio Capodistria, zusammen mit Galileo Galilei, erfunden.
Auskunft
Touristische Informationen in Italien erhält man
in den Büros der Azienda di Promozione Turistica (APT).
Grosseto: Viale Monterosa 206, Tel. 0564-454527
Banken
Banken sind üblicherweise Montag bis Freitag von
8.30 bis 13.30 Uhr und von 14.45 bis 15.45 Uhr geöffnet.
Geldautomaten (Bancomat) sind überall
vorhanden (mit deutscher Menüführung). Euroschecks werden nicht mehr
akzeptiert.
Übrigens, am 4.März 1472 wurde die älteste, noch heute existierende Bank der Welt gegründet: die Monte dei Paschi (Bank der Hirten) in Siena. Viele der heute noch üblichen Begriffe in Bank
und Buchhaltung fanden ihre Ursprünge in der Toscana: die doppelte Buchhaltung
und Worte wie "Kontokorrent", "Konto", "Saldo",
"Girokonto" usw. stammen aus dem Italienischen.
Benzin
In Italien
empfiehlt es sich, kein Normalbenzin zu tanken, da die Oktanzahl nicht der
deutschen Qualität entspricht. Grundsätzlich sollte Super bleifrei (senza
piombo, 95 Oktan, grün) verwendet werden. In Österreich kann man am günstigsten
tanken.
Diplomatische
Vertretung
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Via San Martino della Battaglia 4, Rom, 06- 49 21 31,
e-Mail: germanembassy.roma@pronet.it Deutsches Konsulat, Florenz, Lungarno A, Vespucci
30, Tel. 055 - 2 47 22
Österreichische Botschaft, Via Pergolesi 3, Rom, 06 - 84 40 141
Schweizer Konsulat, Piazzale Galileo 5, 055 - 22 24 31
Einreisebestimmungen
Reisepass oder Personalausweis.
Für Kinder unter 16 Jahren Kinderausweis oder Eintrag im Pass eines
Elternteils. Kraftfahrzeug: Führerschein (Empfehlung EU-Führerschein),
Fahrzeugschein, Grüne Versicherungskarte (wird empfohlen).
Nationalitätskennzeichen am Fahrzeug (neue EU-Kennzeichen genügen ebenfalls).
Essen und
Trinken/Trinkgeld
Bei den Restaurants bestehen natürlich
Unterschiede zwischen Großstadt und "flachem Land", wobei sich auch
die Bezeichnungen der Lokale inzwischen etwas verwischen. Generell gilt aber,
dass ein Ristorante größer, vornehmer und teurer ist als eine oft
als Familienbetrieb geführte Trattoria. Die Osteria findet sich leider nicht mehr so oft, sie gilt als Urtyp italienischer Gastlichkeit
mit familiärer Atmosphäre und traditioneller Küche und zu anständigen Preisen.
Restaurants sind meist nur von 12 Uhr bis 14 Uhr
und abends ab 19.30 Uhr geöffnet. In Italien ist das "coperto"
üblich, eine Art Grundpreis für Gedeck und Brot. Unüblich ist die getrennte
Rechnung für jeden Gast einer Gruppe. Man zahlt normalerweise "alla
romana", auf römische Art, das heißt, einer der Gruppe übernimmt die
Abrechnung und kassiert von den anderen einen Durchschnittsanteil samt einer
kleinen Draufgabe fürs Trinkgeld. Trinkgeld ist Ermessenssache, aber durchaus
üblich. Der Betrag richtet sich nach Art, Dauer und Schwierigkeiten einzelner
Dienstleistungen. In besseren Restaurants nicht nur Pizza oder Pasta bestellen,
sondern mindestens zwei Gänge.
Es ist üblich, sich immer erst das Wechselgeld
bringen zu lassen. Das Trinkgeld lassen Sie dann auf dem Tisch liegen.
Gutes Essen hat in Italien einen sehr hohen
Stellenwert, und man nimmt sich dafür viel Zeit. Eine typische Alltagsmahlzeit
setzt sich aus drei Gängen zusammen. Wenn die Italiener allerdings ein Fest
feiern oder im Restaurant essen, besteht das Mahl normalerweise aus einer
Vorspeise, einem Nudelgericht, einem Hauptgericht mit Fleisch oder Fisch, einem
Nachtisch und Käse. Der Salat wird oft nach der Hauptspeise serviert. Das
Abendessen nehmen die Italiener im Norden etwa ab 19.30 Uhr ein, in südlicheren
Regionen dagegen erst etwa um 22 Uhr.
Toscanisches Brot ist seit dem Mittelalter
ungesalzen. Der Legende nach führten die Medici eine
hohe Salzsteuer ein. Die Bauern weigerten sich, diese zu bezahlen und sie
beschlossen, auf das Salz im Brot zu verzichten.
Übrigens, eine neue Studie amerikanischer
Forscher beweist: die traditionelle mediterrane Küche ist Garant für ein
langes, gesundes Leben. Über mehrere Jahre hinweg untersuchten die Forscher die
Eßgewohnheiten von 22.000 Mittelmeer-Anrainern zwischen 20 und 84 Jahren.
Tatsächlich sank das Risiko der Probanden, an Herzinfarkt oder Krebs zu
sterben, mit ihrer Vorliebe für die traditionelle Küche.
Der Euro
Der Euro
wird in Italien etwa ä-uro ausgesprochen, wie zwei Silben, kurzem ä und
Betonung auf dem u. Die Münzen (und Scheine) sind in ganz Euro-Europa gültig.
Die Banknoten und die Vorderseiten der Münzen sind in Euro-Europa einheitlich
gestaltet. Die Rückseiten der Münzen sind von jedem Land individuell ausgeführt
worden.
Fahrradfahren in der Toscana
Fahrradrouten in der Toscana
gibt es für jeden: für den Profi und für den "sonntäglichen
Radfahrer". Es gibt sowohl Strecken für den Straßen-Radsportler als für
den Gelände-Biker. Es sind drei Elemente, die das Gesicht der toscanischen
Landschaft prägen: die Berge mit langen und kraftraubenden Anstiegen,
ausgedehnte Hügel und die Ebenen an der Küste.
Feste und
Feiern
In ganz Italien gelten folgende gesetzliche
Feiertage:
01.01. |
Neujahr/Capodanno |
06.01. |
hl. Dreikönige/Epifania |
bewegliches Fest |
Ostern/Pasqua; Ostermontag/Lunedi di Pasqua
(Karfreitag ist kein Feiertag) |
25.04. |
Tag der Befreiung/Festa
della Liberazione |
01.05. |
Tag der Arbeit/Festa del
Lavoro |
15.08. |
Mariä Himmelfahrt/Ferragosto |
01.11. |
Allerheiligen/Ognissanti; |
08. 12. |
Maria
Empfängnis/L´Immacolata Concezione; |
25. 12. |
Weihnachtstag/Natale |
26. 12. |
2. Weihnachtstag/Santo Stefano; |
Karfreitag, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und
Pfingstmontag sind in Italien keine gesetzlichen Feiertage. |
Dazu kommen die Festtage der lokalen
Schutzheiligen. Für die Toscaner gibt es außerdem zahlreiche Anlässe zu feiern:
Dorffeste, Sagre oder Essfeste, bei denen lokale Spezialitäten aufgetischt
werden, Patronatsfeste und Wettkämpfe in historischen Kostümen.
Kassenzettel
Alle Dienstleistungsbetriebe sind in Italien
verpflichtet, ihren Kunden Quittungen auszuhändigen. Achten Sie darauf, dass
Ihnen überall, wo Sie etwas einkaufen, ein Kassenzettel (Scontrino Fiscale) ausgehändigt wird. Bei Kontrollen durch die Finanzpolizei (Guardia di
Finanza) können Sie (in unmittelbarer Nähe des Geschäftes) aufgefordert
werden, diesen Beleg vorzuweisen. Es drohen Bußgelder bis zu 150 €, falls man
ohne die entsprechende Quittung angetroffen wird.
Kleidung
In kurzen Hosen, mit kaum bekleidetem Oberkörper
ist es nicht erlaubt, Kirchen zu betreten. Ansonsten müssen Besucher in solcher
Kleidung damit rechnen, an den Kirchenportalen zurückgewiesen zu werden.
Während der Gottesdienste sollten Kirchen nicht besichtigt werden.
An öffentlichen Stränden ist Nacktbaden verboten.
Auf elegante Kleidung wird in Italien viel Wert
gelegt, gerade am Abend und bei kulturellen Veranstaltungen. Auch in den Strandorten
sollten Sie nicht in Badesachen herumlaufen, wenn Sie keine missbilligenden
Blicke auf sich ziehen wollen.
Maut-Gebühren
Für Italien kostet z.B. die Strecke ab dem Brenner bis zur Ausfahrt Firenze-Certosa in der Toscana für einen PKW etwa 25 Euro.
Für Österreich gibt es neben der Jahresvignette PKW € 72,60 Motorrad €
29, auch jene für 2 Monate PKW € 21,80 Motorrad € 10,90 oder 10 Tage PKW € 7,60
Motorrad € 4,30.
Notrufe
Folgende Notrufe gibt es in Italien:
Pronto
soccorso - Rettung /Krankenwagen 118
Polizia stradale - Verkehrspolizei 113
Carabinieri
- Polizei 112
Vigili
del fuoco - Feuerwehr 115
ACI -
Automobil Club von Italien: 116 (kostenlos) mobil: 800 116 800
Soccorso
in mare - Seenotrettung 153
Öffnungszeiten
In Italien gibt es keine festen
Ladenschlusszeiten. Sie sind regional und branchenabhängig unterschiedlich und
werden von den jeweiligen Kommunen festgelegt, d.h., sie können von Ort zu Ort
verschieden sein. Die meisten Geschäfte öffnen um 8.30 Uhr und schließen gegen
19.30 Uhr. Mittwoch Nachmittag ist meist geschlossen.
Samstag ist normaler Wochentag. Mittagspause ist von 12.30 bis 16 Uhr.
Supermärkte haben meist durchgehend geöffnet, in
den Sommermonaten öfters auch am Sonntag Vormittag.
Reiseapotheke
Die schönsten Wochen des Jahres kommen - wer will
da schon ans Krankwerden denken? Dennoch Vorsicht ist besser als Nachsicht! Zur
Grundausstattung einer Reiseapotheke gehört:
- Pflaster,
Wundverbände, Wundkompressen, Leukoplast, Dreieckstuch, Schere
- Pinzette,
Zeckenpinzette
- Fieberthermometer
- Mittel
gegen Reisekrankheít
- Schmerz-
und Fiebermittel
- Wundsalbe
- Gel
oder Salbe für Pellungen
- Kohletabletten
- Mineralientabletten
- Sonnenschutzmittel
- Mittel
gegen Insektenstiche und Sonnenbrand
- Desinfektionsmittel
zur Wundreinigung
- Schutz
vor Insektenstichen
- Mittel
gegen Lippenherpes, Allergien
- Medikament
gegen Augenbeschwerden
- Mittel
gegen Halsschmerzen
- Konzeptionsverhütung
- Beruhigungs-
und Schlafmittel
- Ohropax
bei Lärmempfindlichkeit
Zusätzlich müssen Sie die Reiseapotheke natürlich
mit Präparaten ergänzen, die gegen Erkrankungen helfen, zu denen Sie persönlich
neigen. Achten Sie auch auf richtigen Transport während Ihrer Anreise (Hitze-
und Sonnenlicht).
Post
Schnellere Zusendung erfolgt mit "Posta
Prioritaria" (gegen Aufpreis). Briefmarken (Francobolli) gibt es in den
Tabacläden.
Telefon
Die Vorwahl von Italien nach Deutschland ist 00
49, nach Österreich 00 43 und in die Schweiz 00 41. Die Vorwahl von Deutschland
und der Schweiz nach Italien ist 00 39, von Österreich 040. Die 0 der
Orts-Vorwahl muss aus dem Ausland nach Italien und in Italien mitgewählt
werden.
Italienische Mobilnummern werden ohne 0 gewählt.
Deutsche Mobil-Telefone funktionieren in Italien. Beachten Sie, dass
"Roaming" freigeschaltet sein muss.
Übrigens: im Jahre 1871 wurde von Antonio Meucci
in Florenz das Telefon erfunden. Er ließ jedoch sein Patent verfallen. Danach
wurde seine Erfindung der A.G. Bell zugeschrieben.
Verkehrsbestimmungen
Es besteht Gurtanlegepflicht und
Sturzhelmpflicht. Die Sanktionen betragen hierfür 68,25 bis 275,10 €. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 (Verstoß: 270,90 bis 1.083,60 € Bußgeld und Fahrverbot).
Parkverbot gilt bei schwarzgelben Bodenmarkierungen. Das Parken auf gelben
Parkflächen ist Bussen, Taxis etc. vorbehalten. Sanktionen 33,60 bis 137,55 €.
Jede nach hinten überragende Ladung muss
mit einer 50 x 50 cm großen rot-weiß-roten reflektierenden Warntafel (ggf. mit
Rückstrahlern) versehen sein.
Tagsüber muss auf allen Strassen außerhalb
geschlossener Ortschaften das Abblendlicht (Fahrlicht) eingeschaltet
sein (Verstoß: 32 € Bußgeld). Zweiräder müssen das Abblendlicht generell auf
allen Straßen einschalten.
Es dürfen keine (gefüllten) Benzin-Kanister in den Fahrzeugen mitgeführt werden.
Es gelten folgende Tempolimits in km/h: im Ortsbereich 50, Landstraßen 90, Schnellstraßen 110,
Autobahnen 130. Ausnahme: Brennerautobahn nachts 110.
Die Ankündigung einer 150-km/h Regelung auf
dreispurigen Autobahnen wurde bisher nicht umgesetzt.
Wer mit mehr als 40 km/h zu schnell erwischt
wird, dem droht ein sofortiges Fahrverbot in Italien. Die entsprechenden
Geldbußen müssen auf der Stelle beglichen werden. Es ist nicht mehr möglich,
eine Kaution zu hinterlegen, das Fahrzeug wird beschlagnahmt, wenn man nicht
bar bezahlt. Für Geschwindigkeitsübertretungen ab 10 km/h droht ein Bußgeld ab
33,60 €, bis 40 km/h zu schnell kostet es zwischen 137,55 und 550,20 €. Ab
einer Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 40 km/h bis 1.376,55 € und
Fahrverbot.
Bei Regen, Schnee und Nebel darf auf allen Autobahnen nicht schneller als 110 km/h gefahren werden und auf
Schnellstraßen max. 90 km/h. Diese Regelung gilt auch dann, wenn keine
besonderen Verkehrsschilder aufgestellt sind.
Ab
1.Januar 2004 ist es Pflicht, in Italien eine Warnweste mitzuführen. Die italienische
Polizei erhebt ein Bußgeld von 35,00 € wenn keine Warnweste im Fahrzeug
vorhanden ist. Es ist geplant das Mitführen einer Warnweste in ganz Europa
einzuführen.
Privates
Abschleppen ist auf der Autobahn verboten.
Auch in Italien ist das Telefonieren im Auto nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt. Verstöße werden mit Geldbußen von 33,60
bis 137,55 € geahndet.
Das Überfahren einer roten Ampel wird
mit 137,55 bis 550,20 € sanktioniert.
Wenden, Rückwärtsfahren, Spurwechsel auf
Autobahnen: Derartige Fahrmanöver auf
Autobahnen, insbesondere im Mautstellen-Bereich, werden hart geahndet. Wenn Sie
sich in die falsche Spur an einer Mautstelle eingeordnet haben, dürfen Sie auf
keinen Fall (!) zurücksetzen, denn dies gilt als Wenden, bzw. Rückwärtsfahren
auf Autobahnen. Auch Auf- und Abfahrten gehören in Italien zur Autobahn. Die
Sanktionen hier betragen 1.626,45 bis 6.506,85 € und Einziehung des Fahrzeuges
für 3 Monate.
Rückwärtsfahren auf Standstreifen, an
Mautstellen: 343,35 bis 1.376,55 €.
Die Höhe der Bußgelder wurde festgesetzt durch
die Verordnung vom 24.12.2002 (Decreto Ministero Giustizia 24.12.2002, G.U.
30.12.2002).
Hier einige Texte auf den Verkehrsschildern:
Caduta
sassi Steinschlag
Deviazone
Umleitung
Rallentare
Langsam fahren
Senso
unico
Einbahnstraße
Rauchverbot - Vietato fumare
Strenges Rauchverbot in Italien.
"Hart aber Fair", so lauten die
Stimmen der italienischen Bevölkerung zum neuesten Gesetz.
Nur in abgeschlossenen Raucherräumen mit einer separaten Lüftung ist es
Restaurant-Gästen in Italien noch gestattet, das Mahl mit Zigaretten oder
Zigarren ausklingen zu lassen. Vom 10. Januar 2005 gilt diese
neue Regelung.
Dem italienischen Gastronomieverband
zufolge haben nur zehn Prozent der Restaurants und Bars die geforderten Räume
eingerichtet. Wer dennoch in Gaststätten zum Glimmstängel greift, muss mit bis
zu 250 Euro Bußgeld rechnen.
Auf die Kulanz der
Gastwirte sollten Touristen nicht
bauen: Die Wirte sind verpflichtet, jeden rauchenden Gast anzuzeigen. Wird dies
unterlassen, drohen Strafen zwischen 220 und 2200 Euro.
Nach Protesten war die Einführung des
Rauchverbotes auf den 10. Januar verschoben worden. Ursprünglich sollte es
bereits am 1. Januar in Kraft treten. Schon seit dem 12. Dezember 2004 ist das
Rauchen in allen italienischen Zügen verboten, bereits seit Jahren unter
anderem in Museen.
Das Verbot gilt auch am Arbeitsplatz,
auf Bahnhöfen, Flugplätzen und in allen Geschäften. An der freien Luft darf
weiterhin geraucht werden.
Unfall in Italien
Polizei:
Die Polizei nimmt in der Regel nur Unfälle mit Personenschäden und hohem
Sachschaden auf.
Bei einem Unfall müssen Sie unbedingt die Versicherung und die
Versicherungsnummer des Schädigers erfragen.
Diese Angaben finden Sie im Regelfall an einer Plakette auf der
Windschutzscheibe.
Nur aufgrund des Namens und Kennzeichens des Schädigers lässt sich die
Versicherung nur unter größten Schwierigkeiten ermitteln.
Gesetzliche Mindestdeckungssumme:
Die Mindestdeckungssumme beträgt umgerechnet pauschal ca. 1.5 Mio. DM für
Personenschäden und Sachschäden.
Erstattung von Personenschäden:
Heilbehandlungskosten werden in voller Höhe erstattet.
Erstattung von Sachschäden:
Die entstandenen Sachschäden werden ersetzt. Dabei ist die Vorlage einer
Werkstattrechnung ausreichend.
Ein Gutachten wird ebenfalls anerkannt.
In Italien kann eine Reparatur vor Ort von Vorteil sein, da dies die Dauer der
Regulierung verkürzt und der Geschädigte aufgrund höherer Preise in Deutschland
nicht mit einem Abzug rechnen muss.
Bei Vorlage deutscher Werkstattrechnungen empfiehlt sich die Übersetzung in die
italienische Sprache.
Schmerzensgeld:
In Italien hat der Geschädigte nur dann Anspruch auf ein angemessenes
Schmerzensgeld, wenn dem Unfall eine strafbare Handlung zugrunde lag. (Bei
Unfällen mit schweren Personenschäden kann der Tatbestand der fahrlässigen
Körperverletzung erfüllt sein). Die Höhe des Schmerzensgelds richtet sich nach
Art und Schwere der erlittenen Verletzungen.
Verdienstausfall:
Hat der Geschädigte nachweislich einen Verdienstausfall erlitten, wird dieser
ersetzt. Insoweit empfiehlt sich hier ein Attest eines italienischen Arztes,
was die Regulierungsdauer beschleunigt.
Mietwagen:
Mietwagenkosten werden in Italien entsprechend der Reparaturdauer ersetzt. Bei
einem Totalschaden ist die Wiederbeschaffungszeit maßgebend.
Wertminderung: Wird in Italien von den Gerichten nicht anerkannt.
Dauer: In Italien kann sich die
Regulierung eines Unfalls länger hinziehen als in Deutschland.
Zoll
Am 1.Januar 1983 sind die Zollkontrollen an den
Binnengrenzen der Europäischen Union entfallen (nicht jedoch etwaige
Sicherheitskontrollen). Mengenmäßige Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Tabak,
Alkohol etc. sind somit innerhalb der EU entfallen. Es muss allerdings
erkennbar sein, dass die Waren, die Sie mitführen, ausschließlich für den
Privatgebrauch bestimmt sind.
……und zum
Schluss der kleine Italien – Urlaubsknigge
Die liebenswerten Eigenheiten der Italiener
Ampeln blinken nicht beim Umschalten von grün auf rot.
Kräckers oder Snacks gibt es oft in Bars dazu, wenn man etwas
trinkt.
Zeigefinger drehend in die Wange halten – bedeutet "gut".
Autokennzeichen beginnen seit ein paar Jahren einfach dem Alphabet folgend
mit: AA, AB, AC usw.
Buona sera heißt auf deutsch "Guten
Abend", wird aber in Italien schon ab etwa 15.30 Uhr als Gruß verwendet.
Ein echter
Cappuccino besteht aus Espresso, bzw.
Caffè und aufgeschäumter Milch, jedenfalls nicht mit Sahnehäubchen mit Schokoflocken.
Will man sich nicht als Tourist ausweisen, ordert man diese Köstlichkeit nicht
nach 11 Uhr morgens....
Ein Scioppero, ein Streik irgendwelcher Berufsgruppen kann einen schon
mal einen Strich durch die "Rechnung" machen.
Zigaretten gibt es nicht im Automat, Supermarkt oder an der
Tankstelle, sondern nur in Geschäften mit dem Schild "T" (Tabacchi).
Auch wenn Sie kein Italienisch sprechen, versuchen Sie es wenigstens mit ein paar Worten, um so herzlicher werden Sie aufgenommen.
Der Schlüssel zum italienischen Sozialverhalten liegt darin, una bella figura, eine gute Figur abzugeben. Man(n)/Frau
legt auch Wert auf ordentliche Kleidung. Das ist aber nicht nur abhängig
davon, obwohl das auch dazugehört; es beinhaltet vielmehr die richtige
Wahl der Anrede, die maßvolle Zurückhaltung beim Alkoholgenuss, das entspannte
Verhalten, wenn man irgendwo warten muss. Das Aufstellen eines Liegestuhls
unterscheidet sich wohltuend vom Kampf auf Leben und Tod. In Banken, Postämtern
oder an Fahrkartenschaltern achtet man auf die Wartelinien.
Es ist per Gesetz verboten, in der Zeit von 13
bis 16 Uhr am Strand mit Radiomusik oder Ballspiel zu stören.
Am Strand beißen Anhänger der Freikörperkultur auf Granit: nackt baden ist in Italien strengstens verboten. Auch das
"oben-ohne-sonnen" ist verpönt – wird aber inzwischen toleriert.
Übrigens: eine formlose Begrüßung unter Freunden
ist "Ciao" (Hallo oder Tschüs). Bei offiziellen Anlässen
gilt "Buon giorno" (Guten Tag) oder "Buona
sera" (Guten Abend).
Die Mitnahme von Hunden in die Restaurants
ist oft nicht gestattet. Es wird in in der Regel von den örtlichen Behörden
verboten.